05. August 2026 - GT SPORT
„Der Motorsport hat uns gezeigt, wozu er fähig ist“

 

Eastalent Racing kämpft sich nach einem Rückschlag in Magny-Cours auf Platz fünf der GT World Challenge Europe zurück

Magny-Cours (Frankreich). Zum dritten Sprint-Cup-Wochenende der GT World Challenge Europe powered by AWS gastierte die Serie vom 31. Juli bis 2. August im französischen Magny-Cours. Für das österreichische Team Eastalent Racing aus Kirchberg bei Mattighofen rund um Teamchef Peter Reicher war es die Premiere auf der traditionsreichen Rennstrecke – und zugleich eines der emotionalsten Rennwochenenden der bisherigen Saison.

Bereits die beiden freien Trainings am Freitag deuteten an, dass Magny-Cours das Team vor große Herausforderungen stellen würde. Mit den Plätzen 42 und 21 war schnell klar, dass sowohl die Fahrer als auch die Mannschaft noch viel Arbeit vor sich hatten.

Auch das Qualifying am Samstag verlief zunächst enttäuschend. Simon Reicher stellte den Audi R8 LMS evo II lediglich auf Startplatz 42 ab. „Zum Qualifying von Simon waren wir leider noch nicht dort, wo wir sein wollten. Das Auto war extrem schwierig zu fahren“, erklärt Christopher Haase.

Das einstündige Abendrennen brachte zunächst ebenfalls wenig Anlass zur Freude. Nach einer starken Aufholjagd wurde der Audi bei einer Kollision an der Front schwer beschädigt. Haase musste anschließend routinemäßig ins Medical Center gebracht werden.

Doch statt den Rückschlag hinzunehmen, zeigte Eastalent Racing seine größte Stärke: Teamarbeit. Fahrer, Ingenieure und Mechaniker analysierten die Probleme, arbeiteten die gesamte Nacht am Fahrzeug und stellten den Audi R8 LMS evo II rechtzeitig für den Sonntag wieder auf die Räder.

Der Einsatz wurde eindrucksvoll belohnt. Im zweiten Qualifying fuhr Christopher Haase zunächst auf Rang drei. Nach der Disqualifikation eines Mitbewerbers rückte das Team sogar auf Startplatz zwei vor. Im Rennen behauptete sich Eastalent Racing gegen die internationale GT3-Elite und überquerte die Ziellinie auf einem starken fünften Platz.

„Es war wieder ein Wochenende mit vielen Höhen und Tiefen, aber vor allem mit vielen Chancen – ähnlich wie zuletzt in Misano“, resümiert Christopher Haase. „Wir haben deutlich früher erkannt, welchen Weg wir einschlagen mussten, und in dieser Saison sehr konstruktiv und effizient gearbeitet. Der Unfall am Samstag verhinderte leider ein gutes Resultat. Doch dank des starken Engagements des gesamten Teams, das die ganze Nacht am Auto gearbeitet hat, konnten wir am Sonntag aus der ersten Reihe starten. Platz fünf ist ein Mega-Ergebnis. Ich hoffe, wir können diesen Aufwärtstrend weiter fortsetzen.“

Auch Simon Reicher blickt auf ein außergewöhnliches Rennwochenende zurück: „Es war absolut verrückt. Der Motorsport hat uns wieder einmal gezeigt, wozu er fähig ist. Nach jeder Session standen wir vor neuen Herausforderungen, haben aber nie die Ruhe verloren. Stattdessen haben wir das Auto Schritt für Schritt verbessert. Am Sonntag hatten wir schließlich einen Audi, der sich sensationell fahren ließ. Obwohl wir das Limit unseres Potenzials noch nicht erreicht haben, konnten wir das Momentum aus Misano mitnehmen. Platz fünf in der Formel 1 des GT3-Sports ist für uns ein herausragendes Ergebnis. Natürlich ärgern wir uns ein wenig darüber, dass wir durch kleine Fehler sogar das Podium aus der Hand gegeben haben. Umso größer ist die Vorfreude auf den Nürburgring, wenn Markus Winkelhock wieder zum Fahreraufgebot gehört.“

Auch Teamchef Peter Reicher zog ein positives Fazit: „Wer unsere Saison verfolgt, weiß, dass wir sowohl Ausschläge nach unten als auch nach oben erlebt haben. Vor dem Rennen habe ich gesagt, dass ein Platz unter den besten Zehn bereits ein gutes Ergebnis wäre und eine Platzierung unter den besten Fünf unsere Erwartungen übertreffen würde. Genau das haben wir erreicht. Dieses Wochenende hat gezeigt, dass in unserem Team deutlich mehr Potenzial steckt.“

Ingenieur Christian Schmidt-Gogler sieht ebenfalls eine positive Entwicklung: „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Ohne den einen oder anderen kleinen Fauxpas wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Gleichzeitig wissen wir jetzt sehr genau, an welchen Stellschrauben wir weiterarbeiten müssen. Unsere Performance im Rennen war stark und wir konnten erneut wichtige Punkte sammeln.“

Nach dem erfolgreichen Wochenende in Frankreich richtet sich der Blick nun auf den nächsten Saisonlauf. Vom 28. bis 30. August gastiert die GT World Challenge Europe powered by AWS auf dem Nürburgring in der Eifel, wo Eastalent Racing den positiven Trend fortsetzen möchte.

 

 

The Ups and Downs of Motorsports

Eastalent Racing fights back from a setback at Magny-Cours to finish fifth in the GT World Challenge Europe

Magny-Cours (France). The GT World Challenge Europe powered by AWS headed to Magny-Cours, France, from 31 July to 2 August for the third Sprint Cup weekend of the season. For Austrian team Eastalent Racing from Kirchberg bei Mattighofen, led by Team Principal Peter Reicher, it marked a first appearance at the historic circuit – and one of the most emotional race weekends of the season so far.

The two free practice sessions on Friday already indicated that Magny-Cours would pose a major challenge for the team. Finishing 42nd and 21st made it clear that both the drivers and the crew still had plenty of work ahead of them.

Saturday’s first qualifying session also proved disappointing. Simon Reicher could only place the Audi R8 LMS evo II 42nd on the grid. “For Simon’s qualifying session, we were unfortunately not yet where we wanted to be. The car was extremely difficult to drive,” explains Christopher Haase.

The one-hour evening race initially offered little reason for celebration either. After a strong recovery drive, the Audi sustained heavy front-end damage in a collision. Haase was subsequently taken to the medical centre for routine checks.

Rather than accepting the setback, however, Eastalent Racing demonstrated its greatest strength: teamwork. The drivers, engineers and mechanics analysed the problems, worked on the car throughout the night and managed to get the Audi R8 LMS evo II back on its wheels in time for Sunday.

Their efforts were rewarded in impressive fashion. Christopher Haase initially qualified third in the second session. Following the disqualification of a competitor, the team was promoted to second on the grid. In the race, Eastalent Racing held its own against the international GT3 elite and crossed the finish line in an excellent fifth place.

“It was another weekend with plenty of highs and lows, but above all with many opportunities – much like the previous round in Misano,” Christopher Haase concludes. “We recognised much earlier which direction we needed to take and worked very constructively and efficiently throughout the weekend. Unfortunately, the accident on Saturday prevented us from achieving a good result. However, thanks to the tremendous commitment of the entire team, who worked on the car throughout the night, we were able to start Sunday’s race from the front row. Fifth place is a fantastic result. I hope we can continue this upward trend.”

Simon Reicher also looks back on an extraordinary race weekend: “It was absolutely crazy. Motorsport once again showed us what it is capable of. After every session, we faced new challenges, but we never lost our composure. Instead, we improved the car step by step. By Sunday, we finally had an Audi that felt sensational to drive. Although we have not yet reached the full extent of our potential, we were able to carry the momentum from Misano into this weekend. Fifth place in the Formula 1 of GT3 racing is an outstanding result for us. Of course, we are a little disappointed that small mistakes may even have cost us a podium finish. That makes us all the more excited for the Nürburgring, where Markus Winkelhock will return to the driver line-up.”

Team Principal Peter Reicher also drew a positive conclusion: “Anyone who has followed our season knows that we have experienced both significant lows and major highs. Before the race, I said that a top-ten finish would already be a good result and that a top-five finish would exceed our expectations. That is exactly what we achieved. This weekend showed that there is considerably more potential within our team.”

Engineer Christian Schmidt-Gogler also sees positive progress: “Overall, I am satisfied. Without one or two small mistakes, even more would have been possible. At the same time, we now know exactly which areas we need to continue working on. Our race performance was strong, and we were able to score valuable points once again.”

Following the successful weekend in France, attention now turns to the next round of the season. From 28 to 30 August, the GT World Challenge Europe powered by AWS will visit the Nürburgring in Germany’s Eifel region, where Eastalent Racing will aim to continue its positive momentum.

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1984 gründete Heinz Franzen (Alfano Germany) die Motorsport-Fotoagentur kartnet.de. Nach 28 Jahren übernahm 2012 der Berliner Pressefotograf Michael Schulz die Fotoagentur, der bereits seit 2005 als Motorsport-Fotograf arbeitete. Michael Schulz, der bis dahin viele Größen in den Bereichen Sport, Politik und Kultur wie die Dallas Mavericks, Alba Berlin, Angela Merkel, Sigmar Gabriel, Nena, Udo Lindenberg und Marius Müller-Westernhagen fotografiert hatte, entdeckte seine Leidenschaft zum Motorsport im Jahr 1995.

Den Motorsport-Virus fing sich der damals 33-Jährige auf der Kartbahn von Niedergörsdorf „Altes Lager“ bei Jüterbog ein. Auch nach vielen Jahren des Selbstfahrens und der Aufgabe als Mechaniker in Werkteams hat ihn die Faszination am Motorsport nie losgelassen. Diese Leidenschaft, gepaart mit der Leidenschaft zur Fotografie, ist bis heute geblieben – und wächst von Jahr zu Jahr.

2014 erweiterte die Berliner Foto-Agentur ihre Aufgaben und gründete die kartpress Motorsport Presseagentur Berlin.

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