Hockenheimring/Baden-Württemberg – Für den 18-jährigen Gorxheimertaler Louis Schütze ging am vergangenen Wochenende (28.–29. März) ein lang ersehnter Traum in Erfüllung: Beim Saisonauftakt des BMW 318ti Cup absolvierte er auf dem Hockenheimring sein erstes Rennen im Automobilsport. Das Debüt verlief dabei mit Höhen und Tiefen, brachte dem Nachwuchsfahrer jedoch vor allem wichtige Erfahrungen.
„Aufgeregt war ich eigentlich nicht“, berichtet Schütze nach seinem ersten Rennwochenende. „Ich hatte eher viele Fragen: Wie fährt sich ein solcher Wagen im Regen? Wie läuft ein stehender Start ab? Mir war klar, dass ich nach diesem Wochenende viele Antworten haben würde.“
Bereits am Freitag zeigte Schütze in den freien Trainings eine gute Leistung. Mit seinem BMW 318ti fand er zunehmend besser seinen Rhythmus und konnte sich zwischenzeitlich auf den Plätzen fünf und sieben der 37 Teilnehmer einordnen.
Der Samstag begann mit dem Zeittraining, das für den Youngster allerdings schwierig verlief. Mehrere Unfälle führten zu Unterbrechungen, bei denen auf Teilen der Strecke sogenannte „Code-60-Phasen“ ausgerufen wurden. Während dieser Neutralisierung darf nicht schneller als 60 km/h gefahren werden.
„Ich kam zunächst nicht richtig mit dem Auto zurecht. Kaum hatte ich eine schnelle Runde, wurde wieder Code 60 ausgerufen“, erklärt Schütze. So blieb ihm letztlich nur eine wirklich schnelle Runde – das Qualifying beendete er auf Rang 18.
Das erste Rennen fand dann unter schwierigen Bedingungen statt: Regen sorgte für eine besonders anspruchsvolle Strecke. Nach einem Dreher musste Schütze zunächst vom Ende des Feldes aufholen. Dennoch zeigte er eine starke Pace. „Über Funk bekam ich die Rückmeldung, dass meine Rundenzeiten im Bereich der Top Ten liegen“, berichtet der 18-Jährige.
Als er sich bis auf Rang 15 nach vorne gearbeitet hatte, wurde er jedoch von einem Konkurrenten am Heck getroffen und drehte sich erneut.
Auch das Sonntagsrennen stellte den Nachwuchsfahrer vor neue Herausforderungen. Zum ersten Mal musste er einen stehenden Start absolvieren. „Ich wollte kein unnötiges Risiko eingehen und bin bewusst etwas vorsichtiger gestartet“, sagt Schütze. Die Strategie zahlte sich aus: Die Rundenzeiten stimmten, und auch in den Zweikämpfen konnte er weitere Erfahrungen sammeln.
Allerdings erhielt Schütze im Verlauf des Rennens eine Zehn-Sekunden-Strafe wegen eines Track-Limit-Verstoßes. „Ich habe mit allen vier Rädern die Strecke verlassen, was ich während des Rennens gar nicht bemerkt habe“, erklärt er. Am Ende belegte er bei seinem Debüt Gesamtrang 24.
Trotz der Rückschläge zieht der junge Fahrer ein positives Fazit: „Ich habe sehr viel gelernt und viele wichtige Erfahrungen gesammelt. Natürlich hätte manches besser laufen können, aber insgesamt bin ich mit meinem ersten Rennen sehr zufrieden.“
Die nächste Gelegenheit, weitere Erfahrungen zu sammeln, bietet sich bereits Ende April: Am 25. und 26. April gastiert der BMW 318ti Cup in der Motorsport Arena Oschersleben.



