Nürburgring – Zu seinem dritten Rennwochenende der Saison gastierte Louis Schütze am 30. und 31. Mai 2026 mit dem DMV BMW 318ti Cup auf dem Nürburgring. Gefahren wurde dabei auf der Grand-Prix-Strecke – die legendäre Nordschleife blieb außen vor. Für den 19-jährigen Gorxheimtaler war es dennoch eine besondere Erfahrung.
„Es ist schon etwas ganz anderes, ob man als Zuschauer hierherkommt oder selbst am Steuer sitzt. Ich bin sehr dankbar, dass mir mein Teamchef Marc David vom Team MDM Racing den Einstieg so erleichtert“, erklärt Schütze.
Auch am Nürburgring stellte sich der Nachwuchsfahrer einer neuen Herausforderung. In seiner ersten Saison im Automobilsport ist jede Rennstrecke für ihn Neuland. Entsprechend konzentriert ging er in die Trainingssessions am Freitag.
„Mit den Ergebnissen am Freitag war ich zufrieden. Ich konnte mich bei den Rundenzeiten kontinuierlich steigern, auch wenn ich meine persönlichen Zielzeiten noch nicht ganz erreicht habe“, berichtet der Youngster.
Am Samstag sorgte das typische Eifelwetter für zusätzliche Schwierigkeiten. Regen setzte die Strecke unter Wasser und verlangte den Fahrern alles ab.
„Für mich ist es immer noch schwierig, ohne Warm-up direkt mit dem Qualifying in den Tag zu starten. Wenn die Strecke neu ist und dann auch noch plötzlich Regen einsetzt, wird es besonders knifflig. Hinzu kam, dass wir neue Bremsscheiben und Beläge montiert hatten, die ich zunächst einfahren musste. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass mir genau diese zwei bis drei Runden gefehlt haben. Meine schnellste Zeit fuhr ich erst in der letzten Runde des Qualifyings. Ich bin mir sicher, dass noch einige Positionen mehr möglich gewesen wären“, so Schütze.
Im Rennen am Samstag zeigte der MDM-Racing-Pilot eine starke Leistung. Während die Strecke im Verlauf des Rennens zunehmend abtrocknete, kam er mit den wechselnden Bedingungen gut zurecht.
„Anfangs war die Strecke noch nass, trocknete aber immer weiter ab. Mit den Bedingungen kam ich gut zurecht und konnte meine Position halten. Außerdem haben wir die Full-Course-Yellow-Phasen optimal für unseren Boxenstopp genutzt und dadurch wenig Zeit verloren.“
Belohnt wurde die Leistung mit einem Vorstoß von Startplatz 17 auf Rang 11.
„Wäre das Rennen etwas länger gegangen, hätten wir sicherlich noch weitere Positionen gutmachen können.“
Der Sonntag begann ebenfalls vielversprechend. Im Gegensatz zum Samstagsrennen mit rollendem Start erfolgte der Start diesmal aus dem Stand.
„Der Start ist mir in Oschersleben etwas besser gelungen. Ich habe zwar zunächst drei Positionen verloren. Die konnte ich mir aber in den ersten beiden Runden wieder zurückholen.“
Dann folgte jedoch ein Rückschlag. Beim Überholversuch zweier Konkurrenten kam es zu einer Berührung.
„Als ich Ende der zweiten Runde gleich zwei Mitbewerber überholte, traf mich einer von ihnen hinten rechts. Dadurch drehte ich mich und beschädigte den ABS-Sensor. Danach musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, ohne ABS zu fahren. Gerade beim Überholen ist das extrem schwierig.“
Trotz des Zwischenfalls bewies Schütze Kampfgeist und arbeitete sich eindrucksvoll durch das Feld. Von Platz 32 fuhr er noch bis auf Rang 24 von insgesamt 44 Fahrzeuge nach vorne.
„Das war ein hartes Stück Arbeit. Umso zufriedener sind wir mit dem Ergebnis und meiner Leistung an diesem Wochenende.“
Bereits vom 10. bis 12. Juli wartet auf Louis Schütze und das Team MDM Racing das nächste Highlight der Saison: der Gaststart auf dem traditionsreichen Circuit Zolder in Belgien.



