10. November 2018 - Pressemitteilung
Donar Munding: „In Paul Ricard nahm das Übel seinen Lauf“

 

Es war das große Weltfinale im Renault Clio Cup, zu dem der 16-jährige Stuttgarter am letzten Wochenende im südfranzösischen Circuit Paul Ricard antrat. Die einzelnen Serien aus Frankreich, Italien, Spanien, England, China und der Central Europe nahmen die weite Anreise auf sich, um nicht nur den Meister ihrer Serie zu ermitteln, sondern auch gegeneinander im großen Weltfinale den Besten zu küren.

„Ich bin sehr froh darüber, an dem Weltfinale überhaupt teilnehmen zu dürfen. Den Aufwand, den meine Eltern und mein ETH-Tuning-Team auf sich genommen haben, ist aufgrund der weiten Anreise schon enorm hoch. Entschädigt wurden wir dann allerdings durch eine unheimlich tolle Strecke, die zudem mit ihren 5.822 Metern Länge inmitten der Côte d´Azur ein perfektes Ambiente bietet“, so der junge Schwabe.

Die freien Trainings am Freitag hielten für den Youngster noch eine Besonderheit parat. Es regnete. Ein Umstand, der das Motorsporttalent vor neue Herausforderungen stellte. „Für mich war es das erste Mal, dass ich im Regen gefahren bin. Und ich muss sagen, ich war sehr zufrieden mit mir. Eine großartige Erfahrung, die ich im Regen machen durfte. Vor allem, dass meine Rundenzeiten nicht weit weg von den Spitzenfahrern waren, freute mich“, analysierte der Schüler seinen Einstieg in das Wochenende.

Allerdings nahm für den Clio-Piloten dann in der Nacht zu Samstag das Übel seinen Lauf. Ein Magen-Darm-Virus setzte den 16-Jährigen komplett außer Gefecht. „Es war so schlimm, dass ich kein Auge zumachen konnte und mich nicht einmal traute, die Toilette zu verlassen. Die Krankheit hat mir an diesem Wochenende alles verbaut“, berichtete Donar Munding. An eine Teilnahme am Zeittraining am Samstagmorgen war daher für ihn nicht zu denken. Im Gegenteil – das gesamte Wochenende war in Gefahr. Glücklicherweise erwischte Donar Munding der Virus nicht ganz so schlimm wie seinen Bruder Wodan, sodass er sich den Start am Samstagnachmittag zutraute. Da er das Zeittraining ausgelassen hatte, musste er das Rennen als Letzter von Platz 28 in Angriff nehmen.

„Ich bin zwar bis auf Platz 15 vorgefahren, jedoch war mir nach dem Rennen so schlecht, dass ich einfach nur noch happy war, endlich aus dem Auto zu kommen. Das war definitiv nicht lustig. Trotzdem bin ich froh, dass ich gestartet bin, denn dadurch konnte ich den 14. Gesamtplatz der Meisterschaft für mich gewinnen“, sagte der Schwabe. Und auch das zweite Rennen am Sonntagmorgen hielt für Donar Munding noch eine Überraschung parat. Wieder als Letzter gestartet, musste er nach einer tollen Aufholjagd den Renault Clio mit der Startnummer zwölf zehn Minuten vor Schluss mit technischem Defekt in der Box abstellen.

„Meine erste Saison im automobilen Motorsport war von Anfang an, ich sag mal, holprig. Zu Beginn hatte ich mir selber ein bisschen zu viel Druck gemacht, ich wollte einfach zu viel und dann kam noch der eine oder andere technische Defekt hinzu. Die Krönung war jedoch dann der Magen-Darm-Virus. Der setzte dann der Saison 2018 die Krone auf. Es haben einige Punkte einfach nicht perfekt zusammengepasst. Unter dem Strich bin ich jedoch sehr zufrieden, da ich aus den vielen kleinen Fehlern viel gelernt habe. Ich werde nun viel Positives aus meiner Erfahrung ziehen, um mich sofort wieder auf die neue Saison 2019 vorzubereiten.“

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Den Motorsport-Virus fing sich der damals 33-Jährige auf der Kartbahn von Niedergörsdorf „Altes Lager“ bei Jüterbog ein. Auch nach vielen Jahren des Selbstfahrens und der Aufgabe als Mechaniker in Werkteams hat ihn die Faszination am Motorsport nie losgelassen. Diese Leidenschaft, gepaart mit der Leidenschaft zur Fotografie, ist bis heute geblieben – und wächst von Jahr zu Jahr.

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