08. Mai 2018 - Pressemitteilung
Ortmann ist 24 Stunden in der „grünen Hölle“

 

Wenn am kommenden Wochenende die meisten Christi Himmelfahrt feiern und ihre freien Tage genießen, stellt sich der Blumberger Mike David Ortmann seiner bisher größten Prüfung in seiner Motorsportkarriere. Vom 10. bis 13. Mai findet zum 46. Mal das ADAC Zürich 24H-Rennen auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt, in der berüchtigten „grünen Hölle“, statt. Der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport und der Deutschen Post Speed Academy wird auf einem knapp 400PS starken Porsche Cayman GT4 vom ProSportPerformance Team am größten Langstreckenrennen der Welt teilnehmen. 

Das ADAC Zürich 24h-Rennen ist jedes Jahr der absolute Höhepunkt im Rennkalender des Deutschen Motorsports. 150 Teams werden in der „ grünen Hölle“ auf die Jagd nach Gesamt- und Klassensiegen gehen. Keine Rennstrecke der Welt ist so speziell und vor allem anspruchsvoll. Allein die Länge von 25,378 Km, 73 Kurven sowie 18% Steigung und 11% Gefälle inmitten der wunderschönen Eifelwälder verlangen den Fahrern alles ab. Dies gilt insbesondere bei einem 24h-Rennen und ganz besonders in der Nacht. 

Da für die Teilnahme am 24H-Klassiker eine Nordschleifen-Permit gefordert ist, stand bis vor wenigen Tagen die Teilnahme für Mike David Ortmann noch ungeklärt im Raum. „Inzwischen ist aber alles in trockenen Tüchern. Alle geforderten Bedingungen für den Erhalt der Permit habe ich erbracht“, erzählt der 18-Jährige stolz. Seinen ersten Einsatz hatte Mike David Ortmann bereits im März beim vierstündigen VLN-Langstreckenrennen zusammen mit dem mehrmaligen Le-Mans-Sieger Andre Lotterer, der aktuell in der FIA Formula E und der FIA WEC unterwegs ist. In beiden Rennen konnte der Youngster seine fahrerische Qualität beeindruckend unter Beweis stellen und fuhr einen grandiosen 4. Platz ein. Diese beiden Platzierungen waren die Voraussetzung für die Erteilung der Nordschleifen-Permit durch den Deutschen Motorsport Bund (DMSB).

„Noch vor wenigen Jahren war das ein Traum, der da durch meinem Kopf umher geisterte. Und wenn ich ehrlich bin, kann ich es immer noch nicht glauben. Ich darf an dem legendären Nordschleifen-Klassiker in der ‚grünen Hölle‘ an den Start gehen. Ich bin überglücklich, dass ich die Möglichkeit habe, an solch einem wichtigen Rennen teilzunehmen“, zeigte sich der sympathische Youngster sichtlich beeindruckt.

Wie auch bei den beiden Rennen zum Erhalt der Nordschleifen-Permit, geht der Brandenburger für das ProSportPerformance-Team von Teamchef Chris Esser an den Start. Doch Teamchef Chris Esser wollte auf Nummer Sicher gehen. Er kennt die Tücken und Gefahren, die die Nordschleife bei einem 24-Stunden-Klassiker mit sich bringt, ganz genau. Er wollte den Blumberger nach nur zwei Einsätzen mit keinem guten Gefühl auf die Nordschleife schicken. Also lud er Mike David Ortmann zu einem weiteren Testtag ein. Diesen absolvierte Ortmann dann auf dem GT4-Porsche, den das Team auch zum 24-Stunden-Rennen einsetzten wird. Am Abend des Testtages waren dann alle Bedenken beim Teamchef verflogen. „Wir haben mit Mike einen intensiven Testtag absolviert, haben ihn über die 500 Testkilometer mit einer Onboard-Kamera beobachtet und die gefahren Zeiten waren absolut konkurrenzfähig“, so Chris Esser am Abend auf dem Nürburgring. Dazu sagte Blumberger aufgeregt: „Der Porsche fühlte sich super an, ich hatte ein megairres Gefühl in dem Auto und kann es kaum abwarten, wenn es am kommenden Donnerstag schon mit den freien Trainings und dem Nacht-Qualifying losgeht“.

Seit Monaten trainiert der sympathische Auszubildende zum KfZ-Mechatroniker intensiv auf diesen Einsatz hin und berichtet: „Die letzten Tage werde ich das Trainingspensum noch einmal erhöhen:Fahrrad fahren, Joggen und natürlich unzählige Runden auf dem Simulator“ und fügt hinzu: „Die 24 Stunden in Dubai zu Beginn des Jahres waren schon ein Meilenstein für mich, aber nun auf dem Nürburgring teilnehmen zu dürfen, kann ich noch gar nicht so richtig realisieren. Ich habe den Start zwei langjährigen Partnern von mir zu verdanken, ich bin glücklich und stolz, solche Menschen in meinem Umfeld zu haben, welche an mich glauben und mir dies ermöglichen.“ Ortmann, der auch im Team von BWT Mücke Motorsport auf einem Audi R8 LMS die Saison der ADAC GT Masters bestreitet, wird sich den Porsche mit drei weiteren Piloten teilen. Alle drei verfügen über langjährige Nordschleifen-Erfahrung. Die Weichen sind für das Motorsport-Highlight des Jahres 2018 gestellt. „Das Wichtigste bei einem 24-Stunden-Rennen ist das Ankommen. Es ist keine einfache Aufgabe für das Team, das Fahrzeug 24 Stunden lang im Rennen zu halten. Ich möchte auf jeden Fall mit meinen Teamkollegen am Sonntagnachmittag die schwarz-weiß-karierte Flagge sehen“.

Das gesamte 24-Stunden-Rennen wird in voller Länge auf RTL NITRO zu sehen sein, bereits ab Donnerstag wird live vom ersten Qualifying berichtet und natürlich auch am Samstag, wenn sich um 15.30 Uhr die 150 Fahrzeuge auf den Langstreckenmarathon begeben.

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1984 gründete Heinz Franzen (Alfano Germany) die Motorsport-Fotoagentur kartnet.de. Nach 28 Jahren übernahm 2012 der Berliner Pressefotograf Michael Schulz die Fotoagentur, der bereits seit 2005 als Motorsport-Fotograf arbeitete. Michael Schulz, der bis dahin viele Größen in den Bereichen Sport, Politik und Kultur wie die Dallas Mavericks, Alba Berlin, Angela Merkel, Sigmar Gabriel, Nena, Udo Lindenberg und Marius Müller-Westernhagen fotografiert hatte, entdeckte seine Leidenschaft zum Motorsport im Jahr 1995.

Den Motorsport-Virus fing sich der damals 33-Jährige auf der Kartbahn von Niedergörsdorf „Altes Lager“ bei Jüterbog ein. Auch nach vielen Jahren des Selbstfahrens und der Aufgabe als Mechaniker in Werkteams hat ihn die Faszination am Motorsport nie losgelassen. Diese Leidenschaft, gepaart mit der Leidenschaft zur Fotografie, ist bis heute geblieben – und wächst von Jahr zu Jahr.

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